Etappe 2   Von Reinsberg, Bushaltestelle/Bäcker bis Halsbrücker Straße, Teichhäuser
Am Anfangspunkt dieser Strecke begegnet uns sofort die erste Sehenswürdigkeit. Wenn wir über die kleine Straßenbrücke die Bachseite wechseln und ein paar Schritte abwärts gehen, sieht man die untere Abzugsrösche des 4. Lichtlochs. Dieses war eine Fehlplanung und nie in Betrieb gewesen. Bach aufwärts den Ort hinauf sehen wir rechts vor dem neuen Feuerwehrhaus die obere Abzugsrösche des 4. Lichtlochs. Kurz darauf stehen wir am Fuße desselben. Am Bach unten an der Halde befindet sich der Eingang zur Radstube, die nach erfolgter Verfüllung in Zeiten der DDR wieder freigelegt wurde. Besichtigungen der Anlage finden regelmäßig zum Tag des Denkmals statt. Daneben, am Fuße des Schachthauses, tritt durch ein großes Rohr Luft aus, welche aus dem Rothschönberger Stolln stammt. Hierdurch wird vermieden, dass die feuchte Luft die hölzerne Bausubstanz der Anlage in  Mitleidenschaft zieht.                                                                                  
Die gesamte Anlage gleicht einem Freilichtmuseum und kann ohne weiteres durch die Einfahrt, an welcher eine Schautafel angebracht  ist besichtigt werden. Hier finden sich Huthaus, Schmiede, Zimmereischuppen, offene Aufschlagrösche, Radstubenkaue und Schachthaus mit Glocke, welche die Arbeit des Kunstgezeugs durch ihr Läuten signalisierte. ( www.4.lichtloch.de ) An der Straße oberhalb des Huthauses befindet sich die Königslaube. Ein Denkmal zur Erinnerung an den Besuch des sächsischen Königs während des Baues des Stollns. Und rechts im Wald die Nachbildung der Grundmauern des Pulverhauses.
Jetzt gehen wir ein Stück die Badstraße entlang und biegen noch im Wald vor dem Teich links hinauf ab. Nach wenigen Schritten befindet sich linkerhand die Gruft derer von Schönberg, welche in vergangener Zeit maßgeblich den Wandel in der Gegend um Reinsberg beeinflusst haben. Das Schloss in der Ortsmitte dient derzeit zu Wohnzwecken.   Weiter hinauf, am Zeltplatz vorbei, einer Linksbiegung folgend, geht es rechts einen breiten Waldweg hinunter bis zu einer Wegkreuzung. Hier biegen wir halblinks ab und sehen nach etwa 50 Metern das obere Mundloch der längsten, der Reinsberger Rösche. Hier beginnt der erste Abschnitt des offenen Teiles der Grabentour.
Kurz nach dem nächsten Röschenmundloch links ein kurzer Abstecher zum Kroatenstein. Der Text ist lesbar und berichtet über ein Ereignis derer von Schönberg.   Kurz darauf stehen wir am Tausendtalersprung, über welchen es verschiedene Sagen gibt. Eine davon besagt, das ein Wagen mit der Kriegskasse eines duchziehenden Heeres hier geradewegs mit durchgehenden Pferden und die Bobritzsch hinabgesprungen ist, aber nur 999 Taler wiedergefunden wurden. Einer liegt also noch dort.... Vorbei an der Beierruh  finden wir die Reste des 5. Lichtlochs auf einer recht ansehnlichen Halde, da von hier aus das Material nicht für andere Zwecke abtransportiert werden konnte. Ein Teil der Wasserenergie des Grabens wurde hier verbraucht, deswegen wird der Graben nun breiter.
Porzellanfelsenhöhle
   Felsenbachrösche oberes Mundloch 
 Schachthausfundament 5. Lichtloch
Weitere Röschenmundlöcher und offene Grabenstücke folgen jetzt bis zum Anfang der Grabentour. Wir erreichen an der Wünschmannmühle den Ort Krummenhennersdorf. Diese Mühle diente als Brotfabrik und besitzt eine funktionstüchtige Turbinenanlage und eine sehenswerte Wehranlage. Auch ein Sägegatter ist vorhanden und kann zu bestimmten Zeiten besichtigt werden. (Technisches Denkmal)
Den Ort hinauf biegen wir rechts in den Biebersteiner Weg ein. Nach etwa einem Kilometer finden wir rechts mitten auf einem Feld das 6. Lichtloch. Gut erhalten sind hier Halde und Schachtaufsattelung, sowie der Eingang und der Standort der Dampfmaschine, die letztlich bis auf 120 Ps erweitert werden musste, da es hier geologische Probleme im Vortrieb des Stollns gab. An der nächsten Möglichkeit biegen wir links ab und gehen weiter bis zur Halsbrücker Straße. Hier befindet sich eine Bushaltestelle und das Ende der 2. Etappe. Die zurückgelegte Wegstrecke beläuft sich für diesen Teil auf ca. 9km. Die 3. Etappe führt weiter über das 7. und 8. Lichtloch des Rothschönberger Stollns, durch Halsbrücke, welcher ein bedeutender Hüttenstandort war, mit seinen Sehenwürdigkeiten und den Roten Graben entlang, bis nach Freiberg.