Aufgewältigung des Oberen Barbara Stollns ab Oktober 2010
Im Jahr 1546 wird der Barbara Stolln als Wiederaufnahme eines „Alten Stolln“
erstmals aktenkundig. In Betrieb stand er bis 1613.  Ab 1832 bis 1858 wurde der
Obere Barbara Stolln durch den Jungen Barbara Stolln unterfahren. Das Grubenfeld
nannte sich nun Barbara Gesellschaft Stolln und war ab 1859 Teil der Grube
„Vereinigt Feld bei Siebenlehn.“
Die Abbildung zeigt einen Ausschnitt aus dem durch Risszeichner Carl Wilhelm
Weinhold im Jahr 1863 angefertigten Grund- und Saigerriss der Nossner und
Rheinsberger Grubenfelder.
C.W. Weinhold bezeichnet das Gestein als „Drehfelder Gneis“
Gefördert wurde Silbererz aus der Edlen Quarzformation  (eq).
Quelle: Sächsisches Bergarchiv Freiberg
Anfang Oktober 2009 beginnen die Arbeiten mit Ver-messung der Baustelle,  sowie dem
Abtransport der ersten Schubkarren mit Verbruchmasse.
Der Obere Barbara Stolln ist Teil unseres Bergbau-wanderweges.
So beschlossen wir, dieses Grubenfeld als eine weitere Sehenswürdigkeit Nossener
Bergbaus zu restaurieren und für Besucher anschaulich in einen
möglichst originalgetreuen
Zustand zu versetzen.
Die Vermessung prognostizierte Verbruchmassen von über 100 Kubikmeter, die nur mit Haue, Schaufel und Schubkarre zu bewältigen sind. Aufgrund der Höhe von
über fünf Metern entscheiden wir die Arbeiten in Bermen (Terrassen) aufzuteilen.
Nach erfolgreichem Durchbruch zum Stolln am 08. Januar 2010 wurde die Sicherung  mit einer
Stahlgittertür vorgenommen.
Der Stolln besitzt etwa 40 Lachter (80 Meter) Auffahrung und befindet sich in gutem Zustand.
Bis zum Beginn der Wandersaison ist geplant den Bereich vor dem Mundloch mit Türstockausbau
zu sichern und für die übertägige Besichtigung des
Grubenfeldes freizugeben.
Teil geschafft.
Bis Jahresende 2009 ist der größte
Verein Bergbaufreunde Grube "Vereinigt Feld" Nossen e.V.